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EPIG Technik

Allgemeine Beschreibung

Es handelt sich bei diesem System um eine mobile Stromversorgungs-Lösung im Bereich der Lieferfahrzeuge. Der Strom wird durch einen Generator im Unterflurbereich erzeugt. Anwendungsbereich ist die temporäre Stromversorgung von elektrischen Endverbrauchern.





Generator

Der Generator wird im Unterflurbereich des Lieferwagens an den tragenden Holmen befestigt. Dies wird durch einen Einbaurahmen realisiert. Aus Gründen der Gewichtsersparnis wird hier ein Generator aus Aluminium-Leichtbauweise verwendet.

Über einen Nebenabtrieb vom Getriebe wird der Generator angetrieben. Über ein vorgebautes Getriebe wird die Drehzahl an den Generator angepasst. Die mechanische Verbindung zwischen Fahrzeuggetriebe und Generator-Getriebe wird durch eine Kardanwelle realisiert.

Mit einer 5-poligen Leitung wird der Strom vom Generator zur Stromverteilung geführt.

Generator Leistung: bis zu 40 KVA. Spannung: 400 V / 230 V.

Netzform

Dieses Versorgungssystem mit Schutztrennung betrieben, also ohne aktive Verbindung zum Erdpotential. Dieser Aufbau wird IT-Netz genannt. Am Generator wird der Schutzleiter nicht mit dem Sternpunkt verbunden. Der Sternpunkt dient nur zur Rückleitung der Ströme der einzelnen Phasen. Die PE Leitung wird für den Potentialausgleich zwischen den Verbrauchern verwendet.

Die angeschlossenen Leitungen und Endverbraucher müssen mit getrennten Neutral- und PE-Leitung ausgestattet sein. In Verteilungsanlagen eingebaute Fehlerstromschalter (RCD-Schalter) haben in dieser Netzform keine Funktion.

Energieverteiler und Schutzeinrichtung

An den Generator direkt angeschlossen ist ein Energieverteiler mit integrierten Schutzeinrichtungen. Als Schutz gegen unzulässig hohe Betriebsströme sind Leitungsschutzschalter verbaut. Diese weisen auch eine Abschaltung des Neutralleiters zusätzlich zu den überlasteten Phasen auf, da im IT-Netz der Neutralleiter bei Berührung auch einen gefährlichen elektrischen Schlag verursachen kann. Bei Überschreitung der Werte lösen diese selbstständig aus.

Zum Schutz für Personen, Nutztieren und Werte wird in diesem IT-Netz ein Isolationswächter verbaut. Dieser misst periodisch in kurzen Zeitabständen in die angeschlossenen Leitungen und Endverbraucher, um frühzeitig einen Körperschluss zu bemerken. Im Fehlerfall löst der Isolationswächter selbstständig den 4 poligen Generatorschütz aus um somit die gesamte Stromversorgung zu unterbrechen.

Über ein in der Energieverteilung eingebautes Vielfach-Digitalmessgerät wird das Netz zusätzlich gegen Überbelastung geschützt. Über 3 Strommesswandler in der Zuleitung werden die 3 Phasen des Netzes gemessen. Die Messwerte werden über das Vielfach-Digitalmessgerät ausgewertet. Treten zu hohe Gesamtströme auf, wird der Generatorschütz selbstständig ausgelöst.

Die gesamte Steuerung dieser Anlage wird durch eine Kompakt-SPS (Speicher-Programmierbare-Steuerung) realisiert. Bei Abschaltbefehlen von Isolationswächter oder bei Überlastauslösung schaltet die SPS sofort den Generatorschütz ab. Auch der Fehlerspeicher und dessen Rücksetzung wird hiermit realisiert.